Hero der Woche

Christine Marek

Politik | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

Sie bewegt sich also doch, die ÖVP. Nachdem man unter Schwarzen jahrelang lieber über die Bedeutung der Mutter für die "Kernzelle Familie" gesprochen hat und sich im angeblich Ach-so-progressiven-Perspektivenpapier das Retrosteuermodell "Familiensplitting" findet, dürfen jetzt lebensnahe Pragmatikerinnen wie Christine Marek ran. Zumindest im Wahlkampf. Die Staatssekretärin machte sich schon für eine steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten stark. Jetzt will sie ein einkommensabhängiges Elterngeld. Ab in die Babypause mit 80 Prozent des Nettobezugs, gedeckelt mit mindestens 1000 und maximal 2000 Euro, das Ganze zwölf Monate (und zwei für den Partner). Ein abgehobenes Programm für Besserverdiener? Von wegen. Nur so holt man die Männer in die Karenz. Da kann Frauenministerin Doris Bures noch so zetern, sie sei seit jeher für dieses Modell eingetreten. Warum steht es dann im schwarzen und nicht im roten Wahlprogramm?


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