Hinter dem "braven Gesicht"

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

JUSTIZ Die verstörende Akte des Tierschützers Martin Balluch, der von Alexander Van der Bellen auf die grüne Liste gesetzt wurde.

Er ist Mathematiker und Physiker, Astronom und Philosoph. Er kämpft für die Rechte von Affen, denen er Erbschaften zukommen lassen wollte. Seit Mai sitzt Martin Balluch, 43, der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, in Untersuchungshaft. Nun kandidiert er "aus symbolischen Gründen" (der Grüne Peter Pilz) für die Grünen, als "unabhängiger Kandidat". Er soll Symbol dafür sein, dass mit dem Anti-Mafia-Paragrafen Schindluder getrieben wird.

Alexander Van der Bellen will dadurch "seine Wertschätzung vor NGOs" zum Ausdruck bringen (siehe Kommentar Seite 6). Was aber wirft die Justiz Balluch vor? Mitte Juli hatte ein Dreiersenat des Oberlandesgerichts Wien in einem Beschluss die U-Haft für Martin Balluch und neun weitere "Tierschützer" für rechtmäßig erklärt. Es ist eine lange Liste an Vorwürfen, die der Beschluss wiedergibt: Im Januar 2000 soll Balluch


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