"Die Richter sind blind"


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

INTERVIEW Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, über die Verharmlosung von Terror und rechtsextremen Straftaten durch die Justiz.

Ein Falter-Bericht über die Freigabe von sechs Millionen Euro, die die Abu-Nidal-Gruppe in Wien gebunkert hatte, verstört den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde. Die - einst auch in Wien wütende - Terrororganisation, so heißt es in dem Urteil, gebe es nicht mehr. Die Attentäter von einst seien nur noch "privat" unterwegs. Es waren neben Stadtrat Heinz Nittel vor allem Wiener Juden, die durch die Attentate vor der Synagoge und dem El-Al-Schalter in Schwechat zu Tode kamen oder verletzt wurden. Nun hoffen sie beziehungsweise ihre Nachkommen auf Entschädigung. Ariel Muzicant ist auch durch den Wahlkampf irritiert. Wo, so fragt er, bleibt eigentlich die Entzauberung des rechtsextremen Lagers?

Falter: Herr Präsident, wie gefällt einem Wiener Juden der Wahlkampf?

Ariel Muzicant: Wolfgang Schüssel hat versprochen, das rechtsextreme

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