Presseschau

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

Lieber Michael Jeannee, als alternder Playboy hat man es in der heutigen Zeit nicht ganz einfach, nicht wahr? Was waren das noch für Zeiten, als Sie als Reporter beim österreichischen Express ein bisschen österreichische Zeitgeschichte mitschreiben durften, als Sie bei der sogenannten "Uni-Ferkelei" der Wiener Aktionisten ganz nah dran waren. Lang ist es her. Heute müssen Sie sich Ihre Befriedigung schon auf billigerem Weg suchen, etwa, in dem Sie Frauen von der sicheren Distanz Ihres Schreibtisches aus runterschreiben. Letztes Wochenende muss für Sie ganz besonders deprimierend gewesen sein. Oder gibt es einen anderen Grund, warum Sie "Zeit im Bild 1"-Moderatorin Danielle Spera in Ihrer Kolumne als "larmoyante Tante, die bei Horrormeldungen aus dem Nahen Osten den Tränen näher als der Nachricht ist" bezeichnet haben? Der antisemitische Unterschleif dieser Formulierung kann Ihnen doch nicht einfach so passiert sein. Sie sind ja kein Anfänger. Suchen Sie sich doch ein neues, etwas altersgerechteres Hobby als das Niederkolumnieren. Wir weinen Ihnen garantiert nicht nach. Herzlichst, Ihre


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige