"Es gibt kein Gut und Böse"

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

FILM Die Mafia auf Augenhöhe: Die Verfilmung des italienischen Bestsellers "Gomorrha" zeigt ungewohnte, ungeschönte Bilder der Camorra. Ein Interview mit Regisseur Matteo Garrone.

Matteo Garrone, 40, arbeitete zehn Jahre als Maler und Kameraassistent, bevor er seine eigene Produktionsfirma Archimede gründete. Mit dieser drehte er eine Reihe von Spiel- und Dokumentarfilmen, von denen vor allem "L'Imbalsamatore" ("Der Einbalsamierer", 2002), ein unheimliches Melodram um einen liebeskranken Tierpräparator, international Beachtung fand. 2004 gastierte der Regisseur mit seinem Gesamtwerk beim Crossing Europe Filmfestival in Linz. Für seine Verfilmung des Camorra-Aufdecker-Romans "Gomorrha" wurde Garrone heuer mit dem Großen Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet.

Das Interview findet in Matteo Garrones Wohnung in Rom statt, einer beeindruckenden Abfolge von Hallen, die bis zur fünf Meter hohen Decke mit gefundenen Objekten und Kunst angefüllt sind. Im Hintergrund huscht ein Freund mit


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