Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

Die Weite des Eises Anfang dieses Jahres lud der Falter Kuratoren dazu ein, von Ausstellungsprojekten jenseits des Quotendrucks zu träumen. Der Albertina-Fotoexpertin Monika Faber schwebte damals eine Schau über Gletscherfotografie vor - ein Wunschprojekt, das sie mit der Ausstellung "Die Weite des Eises" nun tatsächlich realisierte. Um 1860 stieg die Fotografie erstmals auf den weißen Gipfel. Die Brüder Bisson aus Paris kletterten gemeinsam mit einem Maler auf das Mont-Blanc-Massiv. Winzig kleine Männchen mit Hut und Seil sind auf den prächtigen Gletscherfotos zu erkennen, die auch in Österreich als Sensation galten. Von Wien, wo kurz hintereinander der Alpenverein und die Österreichische Photographische Gesellschaft gegründet worden waren, brach die Fotoexpedition von Gustav Jägermayer mit 17 Trägern auf den Großglockner auf. Geologisches Interesse trieb Friedrich Simony auf den Dachsteingletscher, den er jährlich zum selben Termin dokumentierte. Ein Teil der Ausstellung


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige