Nimm das!

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

MODE Zu Accessoires greifen Dame und Herr von Welt meist, wenn sonst gar nix mehr passt.

Zubehör zählt zu dem Bereich, in dem die Modeindustrie noch riesige Gewinne macht. Oftmals aus unerfindlichen Gründen angesagte Taschen, sogenannte "It-Bags", Schuhe, Gürtel, Börsen: Damit machen die bekannten Labels das ganz große Geld. Die hohe Schneiderkunst dient dann nur noch am Rande dazu, die teuren Accessoires an die Dame und immer öfter auch an den Herrn zu bringen. Wie sonst ist es zu erklären, dass Modemenschen seit einiger Zeit so vehement die Männer-It-Bag propagieren?

Außerdem gestaltet sich die Anschaffung von Handtaschen, Beuteln oder Gürteln mit begehrten Markenlogos weitaus einfacher, als zum Beispiel der Kauf eines Kleides aus gutem Hause. Handtaschen passen schließlich immer, und Schuhe machen schnell mal einen schlanken Fuß. So lässt sich dann auch das ewige Dilemma umgehen, dass die meisten Modedesigner ihre Kollektionen auf Laufstegen und Werbefotos in Hochglanzillustrierten

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