Baba, Hausfrau!

Vorwort | Sibylle Hamann | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

KOMMENTAR Bei den Konservativen findet eine Kulturrevolution statt: Die arbeitende Frau löst die Hausfrau als Role Model ab.

Das Idealbild konservativer Familienpolitik zu beschreiben, war bis vor kurzem sehr einfach: Da gab es die treusorgende Ehefrau und Mutter, die sich rechtzeitig vor Ostern der Osterdekoration widmet, sich um Zahnspangen und Zeckenimpfungen kümmert, mit den Nachbarinnen Kuchenrezepte austauscht und Hausaufgaben korrigiert. Wenn der Gatte, der sich draußen im rauen, kalten Wind der Geschäftswelt beweisen muss, abends erschöpft heimkommt, ist das Nest warm und das Bier gekühlt, das Kind gekämmt und das Abendessen fast fertig. Er ist zuständig fürs Geld, sie für die Gefühle; beide sind komplementäre Hälften, die erst gemeinsam richtig gut sind. "Ohne meine Frau hätte ich das alles nicht geschafft", sagten alte, wohlhabende Herren am Ende ihrer Karrieren mit Tränen der Dankbarkeit in den Augen, und das entsprach der Wahrheit.

Die Ehe als arbeitsteilige ökonomische


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