Der Terror gegen Peter Graf

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

KRIMINALITÄT Erstmals redet der Kleider-Bauer-Chef über den Terror gegen sein Unternehmen.

Am Rande eines Ackers, neben der Ortseinfahrt von Perchtoldsdorf, residiert die Firma Kleider Bauer. Spätsommerhitze flimmert über dem Feld, während Arbeiterinnen Daunenjacken mit Pelzen vom Waschbär am Kragen versandfertig machen.

In einem Raum sitzt Peter Graf, 48, einer der beiden Chefs des größten österreichischen Modeunternehmens. Graf hat, wie seine Pressesprecherin betont, noch nie mit Journalisten über die Ereignisse der letzten Jahre gesprochen. Ein Foto von sich lehnt er ab.

Nach allem, was man in den vergangenen Tagen über ihn gelesen hatte, würde man Graf für einen Tycoon der Pelzindustrie halten. Graf ist aber weder einer, noch sieht er so aus. Er trägt Sneakers, Jeans und ein weißes, lässig aufgeknöpftes Hemd. Er empfängt seinen Besuch in einem nüchternen Raum. Eine Sekretärin bringt ein paar Daunenjacken mit Pelzverbrämungen. "Die Pelzkrägen sind weich, warm, eben

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