"Borderline-Aktivismus"

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

TIERSCHÜTZER Sie essen keine Tiere und kämpfen für ein Ende der Käfige. Sind sie auch kriminell?

Jürgen Faulmann saß schon vor 15 Jahren zur Rettung der Tiere im Mais. "Damals habe ich aufgepasst, dass der Bauer nicht kommt, während, Stern TV' die verheerenden Zustände in einer Schweinemast mit 10.000 Tieren filmte." Heute ist Faulmann 24/7-Tierschützer, "weil Tiere ja auch 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche gequält werden". Und er ist einer von zehn Tierfreunden, die wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Organisation zur Befreiung der Tiere 104 Tage in Haft verbrachten. So wie Sabine Koch. Die 30-Jährige mit den dunkelrosa Dreadlocks will keine Haustiere. Sie "lebt gemeinsam mit zwei Hunden und zehn Ratten". Auch als fleißiges Bienchen würde sie sich niemals bezeichnen. Bienen seien Individuen wie Menschen, die man nicht verallgemeinern könne. "Bei denen gibt es auch Fleißige und Faule", sagt sie. Koch ist Mitglied der "Basisgruppe Tierrechte" (BAT). "Wir


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige