Kommentar

Platters Brille

Politik | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

Florian Klenk veröffentlicht Geheimakten des Innenministers. Die Polizei weiß: Irgendwer im Ministerium muss das Amtsgeheimnis gebrochen haben. Aber Klenk hat keine Spuren hinterlassen. Also wird sein Telefon abgehört, an seinem Auto ein Peilsender angebracht, sein Internet überwacht, vor seiner Wohnung eine Videokamera installiert, die Wohnung selbst verwanzt und ein verdeckter Ermittler in die Falter-Redaktion eingeschleust. Nachdem das alles nichts bringt, wird seine Wohnung durchsucht. Klenk selbst landet in Untersuchungshaft. Die Begründung: Der Falter ist eine kriminelle Organisation nach dem § 278a des Strafgesetzbuches.

Das ist an den Haaren herbeigezogen - so wie bei den Tierschützern. Was ist dort passiert? Sachbeschädigungen, Nötigungen - unbekannte Personen haben mit kriminellen Methoden versucht, die Firma Kleider Bauer zum Verzicht auf Pelzhandel zu bringen. Die polizeilichen Ermittlungen haben nichts gebracht.

Da wenden sich die Inhaber der Firma an den Innenminister.


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