Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

Mein Haar war schwarz wie Ebenholz und ladymäßig geföhnt, das Sakko kanarienvogelgelb, der Blick streng und HC Strache saß mir mit gutgelaunten Husky-Augen gegenüber - ich bin Ingrid Thurnher, dachte ich und war dementsprechend verwirrt, als ich aus diesem exotischen Traum erwachte. Aber auch erleichtert, denn was ich im Kopf der ORF-Diskussionsleiterin so alles erlebte, war hart. Thurnher hat derzeit wohl den glamourösesten, aber auch mühsamsten Job der Medienbranche. Alleine die ständigen "TV-Konfrontationen" mit Faymann, Molterer & Co müssen ja auch an ihren Nerven zerren. Immer dieselben Typen mit denselben Schmähs und denselben Anzügen, das zieht doch runter! Und dann kehrt jetzt auch noch "Im Zentrum" aus der Sommerpause zurück, natürlich moderiert von Frau Thurnher. Respekt für die sachliche und souveräne Performance der langjährigen "ZiB 2"-Anchorwoman - aber muss der ORF seine Stars stets flächendeckend und für alles einsetzen? Was blüht der Moderatorin als Nächstes - "Dancing Stars", "Frisch gekocht" oder gar "Die Barbara Karlich Show"?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige