Neues von und zu Torberg

Kochrezepte für Marlene Dietrich

Kultur | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

Die nun wieder aufgelegte und bisher nur wenigen bekannte Novelle "Mein ist die Rache" (1943) gilt als einer der Höhepunkte von Torbergs erzählerischem Schaffen. Sie ist eine der frühen, die Grausamkeiten sehr realistisch wiedergebenden Erzählungen über ein deutsches Konzentrationslager und schildert in einer ergreifenden Form das Dilemma von Juden, die im KZ zu Tode gefoltert wurden: aufgeben oder Widerstand leisten.

Der 100. Geburtstag bereichert die bereits jetzt schon zahlreiche Torberg-Briefliteratur um zwei bemerkenswerte Dokumente, die einmal mehr den glänzenden Schreiber Torberg vorführen. Worum geht es eigentlich in seinem Briefwechsel mit Marlene Dietrich? So genau lässt sich das nicht sagen, denn es geht schlechthin um alles. Torberg springt vom Erhabenen zum Alltäglichen, vom Vertratschten zum Existenziellen, er lässt seinen Assoziationen und Sehnsüchten freien Lauf, nimmt den Brief als Medium, um Komplimente auszuteilen, platonische Verführungen anzubringen und Mut


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