Kušej an der Burg

Kultur | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

Weh dem, der lügt! (1999) Kusej inszeniert Grillparzers moralisierendes "Lustspiel" als abenteuerliches Traumspiel - mit bösem Erwachen.

Glaube und Heimat (2001) Schönherrs Bauerntragödie als düsteres, dumpfes Bild der Aussichtslosigkeit: Auf der mit Erde bedeckten Bühne regnet es ununterbrochen, die Aufführung wird zur Schlammschlacht.

Glaube Liebe Hoffnung (2002) Horváths "Totentanz" als etwas routiniertes Remake einer frühen Horváth-Inszenierung aus Laibach.

König Ottokars Glück und Ende (2005) In einer bildstarken, soghaften Inszenierung entzaubert Kusej das Nationaldrama und legt das Gewaltpotenzial des Grillparzer-Klassikers frei. Seine stärkste Wiener Arbeit.

Höllenangst (2006) Überraschung: Kusej kann komisch sein. Nestroys Paranoia-Posse inszeniert er ohne Couplets, dafür mit viel Slapstick.

Der Weibsteufel (2008) Ein Raum, drei Personen: die kleinste Kusej-Inszenierung seit langem.


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