Wir tanzen im Dreieck

Stadtleben | Matthias Writze | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

WAHLKAMPF Die SPÖ hat eine "Hotline" eingerichtet, bei der man störende Dreieckständer melden soll. Leider funktioniert das nicht.

Das Böse hat ein neues Gesicht. Mehrere sogar. Das Böse manifestiert sich in und auf Alugestellen, die um Laternenmasten, Verkehrsschilder, Gürtel- oder Ringstraßenbäume mit Wahlwerbung beklebte Drei- oder gar Vierecke bilden. Diese seien gefährlich und eine "enorme Sichtbehinderung", verlautbarte die Wiener SPÖ vor Wahlkampfbeginn und versuchte zu verhindern, dass in Wien die sogenannten Dreieckständer aufgestellt werden. Vergebens. Die anderen Parteien wollten nicht auf die Kulturplakathalbschalen der SPÖ-nahen Gewista umsteigen. Also tanzt jetzt auch die SPÖ im Dreieck.

Um ihrer Kampfansage Genüge zu tun, richtete die Partei immerhin eine eigene Dreieckständer-Hotline (Tel. 535 35 35) ein, bei der man verkehrsgefährdende Plakatständer melden soll. Gesetzlich vorgeschrieben müssen die Ständer einen Mindestabstand von fünf Metern zu Kreuzungen,


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