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Hinterhöfe

Stadtleben | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

Dieses ambivalente Gefühl, einerseits an einem öffentlichen Platz, andererseits in intimer Nähe zu Küchenfenstern, Pawlatschen, Stiegenhäusern zu sein, ist eigenartig wie wunderbar. In Hinterhöfen ist man noch mehr zu Gast als sonst. Und um zehn ist Schluss.

Stomach, 9., Seeg. 26, Tel. 310 20 99, Mi-Sa 16-24, So 10-22 Uhr.

Wer den alten Garten vom Stomach nicht kannte, dem gefällt der aktuelle wahrscheinlich auch gut. Er ist ja auch super, weniger wild, aber nach wie vor der Inbegriff.

Mill, 6., Millergasse 32, Mo-Fr 11.30-15, 17-24, So 11-16 Uhr.

Die Stilisierung und Inszenierung. Hinterhof pur, wunderschön he- rausgeputzt, viele Pflanzen, eine balinesische Loggia, wenn's regnet und für den Sonntagsbrunch.

Shakti, 7., Kirchengasse 28, kein Tel., tägl. 18-2 Uhr.

Still, geheim, eng, verträumt, romantisch. Ganz großartige Biedermeieratmosphäre bei kleinem kulinarischem Programm.

Zu den 2 Lieserln, 7., Burggasse 63, Tel. 523 32 82, tägl. 11-23 Uhr.

Gasthaus- und Schnitzelikone (wobei der Filmbeitrag in der Wirtshausausstellung des Wienmuseums eher abtörnte), innen echt, hintaus wunderbar schattig.

Sperl, 4., Karolinengasse 13,

Tel. 504 73 34, Mo-Do 11-23,

Fr-So 11-22 Uhr.

Ganz spezielles Wirtshaus, das innen etwas sehr urig, draußen aber einfach nur bezaubernd ist.

WEIN - Blauburgunder gilt nicht nur als die edelste unter allen roten Rebsorten, sondern auch als deren kapriziöseste. Insofern kein Wunder, dass es diesen Wein selten um zehn Euro gibt, biodynamischen erst recht nicht. Beim burgenländischen Parade-Biobetrieb Meinklang schon, der Wein funkelt, duftet nach Waldbeeren, ist geschmeidig-seidig am Gaumen und will gerne zum würzig gebratenen Huhn, Kaninchen oder aber auch Karpfen getrunken werden.

Preis: E 8,90; Bewertung: 3/5 (=gut)

bei Maran, 7., Kaiserstr. 57-59.


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