In die Wälder

Politik | Donja Noormofidi | aus FALTER 37/08 vom 10.09.2008

ASYL Im März kamen 21 minderjährige Flüchtlinge in ein Heim in Graz. Fünf von ihnen liegen nun in der Nervenklinik. Was ist geschehen?

Ich war fünf Monate Mitarbeiter im Flüchtlingsheim in der Steyrergasse in Graz, kündigte aber, weil ich die von mir geforderte Arbeit aus Gewissensgründen nicht mehr machen wollte und konnte" - mit diesem Satz beginnt der Historiker Martin Emmersdorfer sein E-Mail, das er an den Falter schickte. Die Geschichte, die er schildert, handelt von minderjährigen Afghanen, die auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Österreich gekommen waren, von überfordertem Betreuungspersonal und öffentlichen Stellen, die sich nicht zuständig fühlen.

Doch von Anfang an: Im März wurden 21 männliche minderjährige Flüchtlinge - 17 aus Afghanistan und jeweils zwei aus Moldawien und Georgien - vom Flüchtlingslager Traiskirchen in das neue Flüchtlingsheim des Diakoniewerks in der Grazer Steyrergasse gebracht. Ein halbes Jahr später befinden sich fünf von


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