Vor 20 Jahren im Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Wie wir wurden, was wir waren

Alfred Hrdlicka: „Wenn man sagt, ich bin Stalinist, bin ich einer“

Der Streit um die Gestaltung des Albertinaplatzes beschäftigte den Falter vor 20 Jahren. Interviews mit dem Auftraggeber, Bürgermeister Helmut Zilk, und dem Planer des Mahnmals, dem Bildhauer Alfred Hrdlicka, eröffneten die Debatte. Zilks kommunistische Vergangenheit war öffentlich mit dem Auftrag an Hrdlicka in Verbindung gebracht worden. Zilk sagte, er sei mit 17, zur Nazizeit, in kommunistische Kreise gekommen, habe aber nur ein Jahr gebraucht, um sich von ihnen wieder zu entfernen. Hrdlicka kenne er nicht von seiner Zeit in der KPÖ. Im übrigen müsse Kulturpolitik „Entscheidungen fällen, aber nicht nach Kategorien wie, fortschrittlich‘, oder, konservativ‘ oder, sozialistisch‘. Ist es Ihnen noch nie so gegangen, dass Sie vor einem Hrdlicka oder Wotruba stehen und ergriffen sind?“

Alfred Hrdlicka sagte auf die Frage Wolfgang Kochs, ob er wem dankbar sein müsse: „Dankbar


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