Die Liberalen und der Mäzen des Ostens

Politik | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Die Ungarn-Geschäfte ihres Financiers Hans-Peter Haselsteiner stören Heide Schmidts LIF im Wahlkampf

Recherche: Julia Ortner

Hans-Peter Martin absolvierte wieder einmal einen Auftritt nach seinem Geschmack. Der EU-Kritiker sollte im Ö1-„Mittagsjournal“ über sein Programm sprechen – stattdessen zückte er auf einmal ein „internes Memo“ der in Ungarn tätigen Beratungsfirma Eurocontact. Darin, sagte Martin, „wird genauestens ausgeführt, dass Gelder im Zusammenhang mit verschiedenen Bauprojekten der Strabag fließen sollen“. Das war im Jahr 2006.

Einer der beiden Eurocontact-Geschäftsführer war bis Anfang 2006 der damalige LIF-Chef Alexander Zach, er sitzt heute auf einem SPÖ-Mandat als Liberaler im Parlament. Gemeinsam mit seinem ungarischen Partner Zoltan Aczel lobbyierte Zach für Hans-Peter Haselsteiners Strabag. Martins Vorwurf: Strabag-Chef und LIF-Förderer Haselsteiner habe mit beachtlichen Honoraren (15 Millionen Euro alleine 2004) an die Eurocontact über Zach


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