Wenn die Rolle reißt, kostet das enorm viel Zeit

Feuilleton | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Damit es der neue, bunte, dicke Falter bis nach Wien schafft, müssen in Tulln einige Hebel in Bewegung gesetzt werden

Reportage: Christine Baumgartner

Nach 17 Jahren ist wieder ein neuer Falter aus dem Kokon geschlüpft: viel dicker, viel bunter und, wie wir finden, viel schöner. Dafür, dass er seine prächtigen Flügel entfalten und sich in rasender Geschwindigkeit vermehren kann, ist die Druckerei Goldmann in Tulln verantwortlich: Vier bis zwölf Meter Papier pro Sekunde schafft die 20 Millionen Euro teure Druckmaschine, das sind 500 Falter pro Minute. Das Material für die Flügel kommt von Papierrollen, die einen Durchmesser von einem Meter aufweisen und zwischen 1100 und 2100 Kilo schwer sind. Wenn sie einmal reißen, dann ist „das Schlimmste“ eingetreten, wie Produktionsleiter Günther Tiefenbacher weiß. Der dadurch entstehende Zeitverlust ist enorm, „und Zeit ist in unserem Fall kostbar“. Tiefenbacher spricht vom Druckvorgang, aber es geht auch um ihn persönlich: Vor lauter

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