Brutaldada

Stadtleben | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Der Kabarettist Alf Poier hat sich einen Landsitz angeschafft und leidet darunter

Besuch: Christopher Wurmdobler

Gleich hinter Zwentendorf wird es schön. Die Landschaft ist sanft hügelig, Wäldchen und Kukuruzfelder wechseln sich ab mit Obstwiesen. In braven Ortschaften stehen Kirchen, Wirtshäuser und Geschäfte, auf Schildern kann man lesen, wo der nächste Bankomat ist oder der Frauenarzt. Landleben wie überall in Niederösterreich. Wenn dann in Eggendorf der Wegweiser zum Eierhof kommt, ist man fast da. Versteckt hinter weißen Mauern lebt Alf Poier, zeitweise. 100 Kilometer von Wien entfernt hat sich der Kabarettist einen Landsitz angeschafft, eine Last, die ihm zu schaffen macht – der Öltank für die Heizung fasst 8000 Liter.

Poier hat das Anwesen, den ehemaligen „Edelsitz der Eggendorfer“ aus dem 16. Jahrhundert, saniert gekauft und „künstlerisch gestaltet“. Wer ihn kennt, kann sich vorstellen, in welche Richtung das geht. Deshalb verschwindet Österreichs schrulligster


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