Wien, wo es isst

Auf der Wieden: Hühnerfüße naschen, levantinisch einkaufen

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Anderswo ist der fünfte Bezirk hip. Dort, wo’s zum Naschmarkt nicht weit ist und wo man sich zwischen On, Pub Klemo, Aromat und was sonst noch entscheiden muss. Aber das ist definitiv nicht in der oberen Wiedner Hauptstraße, wo nur der Matzleinsdorfer Platz nahe ist, wo sich die Straße in ihre Zubringertätigkeit zur Südautobahn gefügt hat, wo es scheint, als würde es nur Büroausstatter, Grindlokale und Supermärkte geben.

Pilz- und Wildgerichte

Ist aber nicht so, im Gegenteil: Hier entwickelte sich eine höchst erfreuliche Genussinfrastruktur, und die kann sich sehen lassen – wenn man sie erst einmal gefunden hat. Die Steirer Stuben zum Beispiel: Über die Jahrzehnte – konkret fast fünf – wurde das Lokal von der Familie Weidinger zur gutbürgerlichen Ikone stilisiert. Vergangenen Frühling wurde neu übernommen, die Karte etwas gestrafft, auf steirische Grundprodukte und Saisonalität (derzeit ziemlich tolle Pilz- und Wildgerichte) ausgerichtet. Ein bisschen old-school, klar,

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