Janša und der Flugelefant

Steiermark | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Janez Janša kämpft eine Woche vor der Wahl mit Korruptionsvorwürfen.

Reportage: Herwig G. Höller

Slowenien eine Woche vor der Nationalratswahl am 21. September: Am Rande der Messe von Celje präsentiert Premierminister Janez Janša Kandidaten seiner konservativen Slowenischen Demokratischen Partei (SDS). Während die potenziellen Parlamentarier ihre Vorstellung herunterspulen, steht Janša abseits und schaut düster drein. Anschließend beantwortet er rasch einige Fragen – mit ähnlichem Gesichtsausdruck. Lediglich als er mit den neuen Umfragedaten konfrontiert wird – gleich drei Umfragen zeigten seine SDS vergangenen Samstag in deutlicher Führung vor den oppositionellen Sozialdemokraten (SD) – lächelt er kurz. Immerhin gibt Janša Interviews, eine seltene Ehre für die Medienleute. „In Nichtwahlkampfzeiten würde er mit uns nicht so einfach reden“, erzählt ein Journalist: „Ich weiß nicht, ob er uns hasst, aber er hat ein Problem mit Medien.“

Welchzentrale Rolle Medien


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