Die Verräter der Aufklärung

Steiermark | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Der Schriftsteller und Islamwissenschafter Navid Kermani sorgt sich um die Zukunft Europas.

Interview: Donja Noormofidi, Thomas Wolkinger

Navid Kermani hat all das, was in den flotten Talkshows und bunten Blättern, die sich mit dem Islam zu befassen vorgeben, oft schmerzhaft abgeht: Als Islamwissenschaftler, der mit „Gott ist schön“ (2000) und „Der Schrecken Gottes“ (2005) zwei Standardwerke zur Ästhetik des Korans respektive zur Frage der Theodizee verfasst hat, weiß Kermani genau, wovon er spricht. Und durch seine rege Reisetätigkeit hat sich der Autor, der einen deutschen wie einen iranischen Pass besitzt, auch immer wieder ein unmittelbares Bild von der islamischen Welt gemacht, während andere darüber nur mutmaßen. Schließlich hat er die Gabe, sein Erleben und Denken auf ebenso unaufgeregte wie anschauliche Weise zu vermitteln. In seinen Reportagen, in politischen Essays, die er für die Zeit oder die Süddeutsche Zeitung verfasst, aber auch in seiner Literatur. Dort


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