Kritiken

Jetzt erst Brecht: „Die Judith von Shimoda“

Theater

Lexikon | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Das nur in Fragmenten ausgeschriebene Stück „Die Judith von Shimoda“, an dem Bertolt Brecht im finnischen Exil gearbeitet hat, handelt von einer Geisha, die sich dem US-Generalkonsul hingibt, um ihre Stadt vor der Bombardierung zu bewahren; die danach als „Ausländerhure“ geächtete Heldin endet als Alkoholikerin. Der Literaturwissenschaftler Hans Peter Neureuther hat das Stück rekonstruiert, was man ihm ja nicht verbieten kann. Die von Heribert Sasse treuherzig inszenierte „Uraufführung“ in der Josefstadt aber macht nur eines klar: Es hätte bei einer germanistischen Spielerei bleiben sollen.

Nächste Termine: am 17., 20., 21. und 27.9. im Theater in der Josefstadt


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