Ohren auf!

Sammelkritik

Sebastian Fasthuber | Lexikon | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Wurde André Heller davon informiert, dass seine Plattenfirma schon wieder eine „Best of“-Box mit einer Auswahl seines Wirkens als Liedermacher und Interpret auf den Markt wirft? Hat er den originellen Titel „Bestheller. 1967–2007“ (Amadeo/Universal) abgesegnet? Von ihm selbst wird er ja doch nicht stammen. So oder so wirkt dieser Karton mit vier CDs erst einmal unnötig. Die letzte Heller-Sammlung, „Ruf und Echo“, datiert keine fünf Jahre zurück, die große „Kritische Gesamtausgabe“ von 1991 ist derzeit zwar vergriffen, antiquarisch aber immer noch zu bekommen. Und wahnsinnig viel neue Musik hat der große Ermöglicher seither nicht mehr gemacht. Insofern ist auch der Untertitel „1967–2007“ kokett, bis auf wenige Ausnahmen stammen die versammelten Lieder aus den ersten 20 Jahren.

Andererseits: Der Mann hat – so sehr er als Liedtexter, -sänger und -sprecher mitunter dazu neigte, den Bogen zu überspannen – in einigen wenigen Sessions schon ein recht erstaunliches,

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