Neue Platten

Kurz besprochen

Lexikon, FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Neue Musik

Gérard Grisey: Les Chants de l‘Amour Liebeslieder in der Neuen Musik – ja, die gibt’s. Einige der berührendsten davon hat der Franzose Gérard Grisey (1946–1998) geschrieben. Der Spektralist, der „nicht mit Noten, sondern mit Tönen“ komponierte, der den Klang als Lebewesen betrachtete und die Zeit als dessen Atmosphäre, eroberte in seinem Schaffen der Musik eine metaphysische Dimension zurück. Auch mit seinen „Chants d’Amour“ für zwölf Stimmen und Tonband (1984), die hier von der Schola Heidelberg eindrucksvoll realisiert werden. Ins Zentrum der Lieder stellte Grisey einen Gedanken zur Gemeinsamkeit zwischen Musik und Liebe: Durch beide entdecke und erfahre der Mensch die Zeit. (Kairos) CF

Kinder

Kimya Dawson & Friends: Alphabutt

Musik für Kinder macht Erwachsene nur selten froh. Was daran liegt, dass ihre Macher in vorauseilendem Gehorsam gar nicht erst versuchen, von sauberem Tralala-Kitsch abzuweichen. Und weil sie nichts anderes kennen, gefällt den

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