Kritiken

Siggi Hofer spielt Funny Games

Ausstellungen

Lexikon | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Der Rest vom Fest – weiter zurückblickend besteht er aus knallbunten Luftballons und Girlanden mit denen Kindergeburtstage landläufig verschönert werden. Oder aus am Boden herumliegendem Spielzeug: So weit verstreut, wie einst die Gedanken – noch ganz unbeschwerte Drachen – fliegen konnten. Der in Wien arbeitende Künstler Siggi Hofer hat die Reste seiner Kindheit in „14 tote Kinder“ weiterkultiviert, installativ verarbeitet und in einem anhängenden „Lager“ übermannsgroße Randfiguren aus den Welten von Walt Disney und Carl Barks abgestellt. Assoziativ bleibt alles miteinander und mit allem andern zu verknüpfen: quasi eine raumkünstlerische Version der „Sendung ohne Namen“.

Studio der Neuen Galerie, Graz, bis 5.10.


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