Kritik

Durch nicht vorhandene Spiegel gehen

Ausstellung

Lexikon | Tiz Schaffer | aus FALTER 38/08 vom 17.09.2008

Unsere Realität entsteht im Hirn, das Außen ist relativ. Ausgehend von dieser Einschätzung führt der Schöpfer des Uhrturmschattens Markus Wilfling in seine skulpturale Welt der Täuschung, List und Manipulation der Wahrnehmung. Die Ausstellung „Die Einen und die Anderen (aus einem Durcheinander)“ ist ebenso lustvoll verwirrend wie sein Titel. Wilflings Objekte geben vor, ihre unmittelbare Umgebung zu spiegeln. Bloß verwendet Wilfling keine Spiegel, sondern konstruiert scheinbare Spiegelungen in realiter. Damit hat unsere Wahrnehmung zu kämpfen. Und mit der Tatsache, dass wir relativ leicht hinters Licht zu führen sind. Eigentlich eine schöne Parabel auf unser (un)durchsichtiges Dasein.

Galerie Eugen Lendl, bis 27.9.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige