Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Die Redaktion erklärt sich selbst

Am Freitag, die Jungs von der Sperrmüllannahmestelle trugen gerade die abgefuckte Pressspaneinrichtung raus, weswegen die Redaktionskonferenz im Stehen abgehalten werden musste (nicht ganz leicht mit einer suppenschüsselgroßen Café-au-Lait-Tasse in der Hand), stieß Wolfgang Kralicek sehr westernmäßig die Doppelschwingtüre zu dem mittlerweile mit blitzsauberem 80er-Jahre-Bildungsheimmobiliar stimmungsvoll eingerichteten Konferenzzimmer auf und äußerte sich knapp, aber entschieden zur Generalüberholung des Blattes: "Der Relaunch ist geglückt. Der Falter ist super!"

Nun ist Kralicek ein durchaus zur Selbstironie, ja zum Schabernack gar aufgelegter Mensch, aber das meinte er so. Und wir finden, er hat Recht. Nun nehmen wir natürlich zur Kenntnis (siehe die nächsten Seiten), dass das nicht alle so sehen. Wir schließen auch die tätige Berücksichtigung des ein oder anderen Kritikpunktes nicht aus. Im Großen und Ganzen aber wird alles so bleiben (die Rückkehr zum Status quo ante, die ursprünglich für diese Ausgabe geplant war, wird es nicht geben). Wir haben uns nämlich was gedacht dabei, und zwar um einiges mehr als jene tageslichtscheuen Tunichtgute, die sich am frühen Nachmittag aus ihrem muffelnden Bettzeug winden, die Salzbrezeln vom Vorabend frühstücken, die noch in ihren Körperritzen kleben, um dann im Schutze dümmlicher Decknamen eine kleine Spur von Meinungsschleim im Netz zu hinterlassen. ¡No pasarán, Poster!


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