Kommentar

Der Wahlkampf kommt ohne Kultur aus, aber mal ehrlich: Wen stört's?

Kultur

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Obwohl sie nicht mehr sein Freund Alfred Gusenbauer in die Schlacht führt, wird Alfons Haider, wie er in Profil verriet, die SPÖ wählen ("Ich bin und bleibe Sozialdemokrat"). André Heller hingegen ist der Abschied von der SPÖ "sehr leicht" gemacht worden, er wird seine Stimme diesmal dem LIF geben. Architekt Wolf D. Prix wiederum ist gerade mit Werner Faymann schon warm geworden, als der noch ein "exzellenter" Wohnstadtrat war. Andy Baum und Timna Brauer unterstützen Alexander Van der Bellen. So weit das Aufregendste von der repräsentativen Flanke der Kultur in einem Wahlkampf, in dem Kulturpolitik inhaltlich längst keine Rolle mehr spielt. Denn auch die bekennerhaften Nullsätze, die Wilhelm Molterer gegenüber den Salzburger Nachrichten von sich gab ("Kulturpolitik braucht beides: das radikal Neue und das zu Sichernde"), können kaum als Gegenbeweis gelten, und seine Ankündigung, im Falle eines Wahlsiegs die Kultur - seinem Vorbild Viktor Klima folgend - wieder zur "Chefsache"


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