Faymann fehlt noch viel zum Kanzler

Falter & Meinung | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Populismus statt Streit: Unter einem Kanzler Faymann wird sich Österreich nicht weiterentwickeln

Kommentar: Barbara Tóth

Vor 83 Tagen sagte Wilhelm Molterer: "Es reicht" und eröffnete damit den Wahlkampf offiziell. Er ist einer der kürzesten, gleichzeitig auch einer der an Themen ärmsten. Woran das liegt? Vor allem an Werner Faymann. Der neue sozialdemokratische Parteichef hätte die personelle und inhaltliche Überraschung dieser Wahl sein können. Aber wofür entschied er sich? Für einen werblich zwar perfekt geschnitzten, aber flachen Wahlkampf, dessen einzige Maxime die Rückgewinnung der enttäuschten roten Wählerherzen ist.

Wer ist Werner Faymann, und wie wird er als Kanzler regieren? Diese Frage stellten sich vor 83 Tagen viele. Lässt sie sich heute klarer beantworten? Nein. Stilistisch gesehen erinnerte Faymann zu Beginn vielleicht an den jungen Franz Vranitzky, nicht umsonst holte er sich dessen ehemaligen Kabinettschef aus Kanzlerzeiten als strategischen Berater. Aber unter


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