Kolumne

Das Blutbad in Islamabad und die Rückkehr von Al-Kaida

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Al-Kaida ist wieder da. Das Blutbad im Marriott in Islamabad vergangene Woche und ein Angriff auf die US-Botschaft in Jemen wenige Tage zuvor erinnern an eine Anschlagserie vor zehn Jahren. 1998 wurden fast gleichzeitig die US-Vertretungen in Nairobi und Daressalam zerstört. Die Spuren der Attentate ließen sich bis zum engsten Kreis um Osama bin Laden zurückverfolgen. Auch jetzt sieht alles nach einer koordinierten Aktion aus. Der Anschlag in Jemen demonstriert den langen Arm Osama bin Ladens. In Pakistan entscheidet sich der Kampf um Afghanistan.

Das Marriott in Islamabad war das Symbol für Pakistans Verbindung zum Westen, eine zentrale Drehscheibe für Politiker, Reisende und Geschäftsleute. Jeder ausländische Reporter pflegte dort seine Kontakte. Die politische Botschaft einer derartigen Sprengung ist klar. Nach dem Machtwechsel vom Militärdiktator Pervez Muscharraf zu Asif Ali Zardari, dem Witwer der im Wahlkampf ermordeten Benazir Bhutto, wagt der fundamentalistische Untergrund


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