Kurz und klein

Meldungen

Politik | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Im Wahlkampffinale kommen die Personalspekulationen wie das Amen im Gebet: erste "geheime Ministerlisten" und Gerüchte, wer was werden könnte. SPÖ-Kanzlerkandidat Werner Faymann machte es nun gleich amtlich und sagte, wer seine Favoritin für das Finanzministerium sei: die jetzige Bildungsministerin Claudia Schmied. Das Interessante dabei: Faymann erhebt damit noch vor Koalitionsverhandlungen deutlich seinen Anspruch auf das wichtigste Fachressort. Schmied hat ihr Interesse an dem Posten seither in mehreren Interviews bestätigt. Sie hat auch schon konkrete Vorstellungen. So soll das Steuersystem vereinfacht werden. Ein Nulldefizit ist ihr kein politisches Anliegen.

Stell dir vor, es ist "autofreier Tag", und keiner fährt hin. Dann kommt der autofreie Tag zu dir. In Wien ist das diesen Montag geschehen. Zwar nahmen 388 der 2357 österreichischen Gemeinden an der europaweiten Aktion teil. Gemerkt hat das allerdings niemand, da der Aktivismus bei Flugzetteln und gutem Zuspruch endete. Ein Viertel aller Autofahrten ist nach wie vor kürzer als zwei Kilometer, jede zehnte Fahrt sogar kürzer als einen Kilometer.

100.000 Euro spendet Hans Peter Haselsteiner (Strabag-Chef und Wirtschaftssprecher des LIF) dem finanziell maroden Verein Ute Bock - und zwar völlig legal. Außerdem will er in Zukunft 25.000 Euro pro Monat zahlen. Andere Klein- und Großspender haben laut Bock bisher zusammen 70.000 Euro überwiesen. Die Flüchtlingshelferin hatte Schulden von 250.000 Euro und glaubt nun an die Rettung ihres Vereins, der derzeit 300 Asylwerber betreut.

Der U-Ausschuss ist am Ende Vergangene Woche endete der Untersuchungsausschuss in der Affäre des abgesetzten Kripochefs Herwig Haidinger. Die Parlamentarier wollten noch untersuchen, wer die Polizeidaten der Familie von Arigona Zogaj verraten hatte. Doch wichtige Beamte meldeten sich krank oder weilten auf Seminaren. Nun gab das Parlament auf.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige