Strache und die Seilschaft des serbischen Dichters

Politik | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Ein Ultranationalist öffnete der FPÖ die Türe zu Wiens Serben. Jetzt will der Parteichef nichts mehr von ihm wissen

Recherche: Stefan Apfl

Die Welt des Petar Milatovic´ Ostroski ist einfach. Zuerst Serbien, danach lange nichts. Der 58-jährige Montenegriner, der seit 23 Jahren in Österreich lebt, nennt sich einen Dichter und Denker. Er ist Vorsitzender des serbischen Kultur- und Informationszentrums, betreibt die Websites www.milatovic.org und www.istina.at. Dort schreibt Ostroski über die göttliche Bestimmung der Serben und veröffentlicht Briefe von Vojislav Šešelj. Der ist der Chef der Radikalen Partei Serbiens (SRS) und Taufpate von Ostroskis Kindern. In Den Haag wartet Šešelj auf sein Urteil, so wie Serbenführer Radovan Karadžic´. Obwohl beiden Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden, prophezeit Ostroski: "Karadžic´ hat alle Argumente in seiner Hand."

Es muss im Jänner gewesen sein, erzählt Ostroski, als Heinz-Christian Strache ihn kontaktiert habe, jedenfalls noch vor


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige