"Ich kann die Wut verstehen"

Politik | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Der Bankenkrach - ein Werk gieriger Manager? Nicht nur, sagt der Finanzmarktexperte Jan Pieter Krahnen

Gespräch: Philip Faigle

Vergangene Woche schaffte sich die Wall Street quasi selbst ab; von einst fünf großen unabhängigen Investmentbanken New Yorks blieben zwei, und die gaben am Wochenende als Investmentbanken auf. Der US-Versicherer American International Group (AIG) wurde verstaatlicht. Noch dazu will die amerikanische Regierung nun mit 700 Milliarden Dollar die taumelnde Finanzbranche stabilisieren. Welche Lehren sind daraus zu ziehen? Jan Pieter Krahnen, Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Universität Frankfurt, warnt im Gespräch vor falscher Hysterie und einer überhasteten Reform der Bankenwelt.

Falter: Zerstören die Banker der Wall Street gerade ihr eigenes Fundament: das Prinzip freier Finanzmärkte?

Jan Pieter Krahnen: Das halte ich für übertrieben. Richtig ist, dass wir die Regeln der Finanzmärkte verändern müssen. Wir sollten aus der Krise lernen,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige