Hilfe, mein Freund Wilhelm nimmt an der Wahl teil! Wie Politiker im Netz neue Kontakte suchen

Medien | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Ich bin seit vergangener Woche mit Wilhelm Molterer befreundet. Das ging ganz einfach. Freundschaftsanfrage auf Facebook verschickt; bald kam die Antwort: "Wilhelm hat deine Freundschaftsanfrage bestätigt." Seither schickt mir Wilhelm seine Statusmeldungen. Am Freitag: "Auf geht's nach Salzburg" (6.06 Uhr). "Guten Morgen Salzburg" (8.56 Uhr). "Beim Gemeindetag in Salzburg angekommen" (9.20 Uhr). Auf seiner Pinnwand kann man lesen: "Wilhelm nimmt voraussichtlich an Nationalratswahl 08 teil."

Dazwischen hat mir auch noch Barack Obama eine seiner täglichen Mails geschickt. Er scheint besorgt. "Robert", schreibt er, "I need your help to bring the conversation back on track." Wegen der Finanzkrise.

Aber ich hab Wichtigeres zu tun. Ich muss mir überlegen, ob ich der Gruppe "Die Grünen:Meine Wahl 08" beitrete. Oder doch eher der Gruppe "Neue Politik", für die SPÖ-Frau Laura Rudas trommelt.

Auch der österreichische Wahlkampf ist im Web-2.0-Zeitalter angekommen. Das wohl innovativste Produkt:

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