Sitzt einer beim Chinesen und hört Reggae

Feuilleton | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

David Foster Wallace erzählte knapp oder ausufernd von traurigen Figuren in unserer Medien- und Warenwelt

Nachruf: Sebastian Fasthuber

Die Literaturwelt hat einen weiteren schweren Verlust zu beklagen. Der vor allem in seiner Heimat als einer der besten Autoren unserer Zeit gehandelte US-Amerikaner David Foster Wallace hat sich vergangene Woche im Alter von 46 Jahren das Leben genommen. Wie die New York Times berichtete, befand er sich seit 20 Jahren wegen Depressionen in Behandlung. "Er hat es einfach nicht mehr ausgehalten", meinte sein Vater in einem Interview.

Der Sohn eines Philosophieprofessors und einer Englischlehrerin war in seiner Jugend auf gutem Weg zum Tennisprofi, bog dann aber in ein Leben als Geistesmensch ab. Seinen Master of Arts in Creative Writing machte er mit seinem ersten Roman "Der Besen im System" (1986), einem hochgradig durchgeknallten Text, der allerdings noch unter dem klassischen Fehler des angehenden Autors litt, in einem Debüt alles unterbringen zu wollen.


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