"Warhol ist der größte Katholik"

Feuilleton | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Der Schriftsteller und Musiker Thomas Meinecke entdeckt in seinem Roman "Jungfrau" den Glanz des Glaubens und die Ekstasen der Entsagung

Interview: Sebastian Fasthuber

This is hardcore: Der gute Onkel der deutschen Popliteratur, Verfasser von Romanen wie "Tomboy", "Hellblau" und "Musik" hat den Glauben als Thema für sich entdeckt. In seinem jüngsten Werk schließt der 53-jährige Autor, Musiker (FSK) und DJ nun katholischen mit diskurstheoretischem Wahnsinn kurz, verbindet Marienerscheinungen mit Frauen im Jazz und Stigmata mit Undergroundfilmern. Und siehe da: Die Gebiete harmonieren ganz prächtig miteinander. "Jungfrau" ist ohne Frage ein harter Brocken. In diesem Falle lohnt es sich freilich, einige Lektürestrapazen auf sich zu nehmen. Nicht nur erfährt man Spannendes über legendäre Abweichler und weniger bekannte Aspekte der katholischen Kirche. Als Zuckerl serviert Meinecke dem Leser auch noch eine komische Liebesgeschichte zwischen einem Theologiestudenten und einer Jazzpianistin.


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