Das Geld ist eine faule Sau, es will nicht arbeiten

Das Philosophicum Lech war dieses Jahr dem Thema Geld gewidmet - und daher von unerwarteter Aktualität

Feuilleton | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Symposiumsbericht: Matthias Dusini

Das Geld arbeitet nicht. Auf diese Erkenntnis lassen sich die mannigfaltigen Überlegungen eindampfen, die während des Philosophicums Lech vergangene Woche zum Thema Geld angestellt wurden. Geld macht aus einem Bergbauerndorf eine gigantische Wintersportanlage. Allmacht, Schönheit und Freiheit sind mit Geld verbunden. Geld versetzt Berge. Nur arbeiten will sie nicht, die verdammte Kohle.

Das Ende einer Illusion

Dass Geld mit der realen Welt in Berührung kommen sollte, um sich zu vermehren, ist eigentlich eine triviale Ansicht. Aber der Hausverstand hatte in den letzten Jahren Pause. Es bedurfte der Pleitemeldungen der letzten Wochen, damit der Wiener Wirtschaftswissenschaftler Stephan Schulmeister das "Ende einer Illusion" verkünden konnte. Schulmeister beschrieb das zynische Zocken mit Reispreisen, von dem sich einige Profis und viele Amateure raschen Reichtum erhoffen. Längst habe sich der Finanzkapitalismus vom Realkapitalismus abgekoppelt, sei Geld

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