"Es gibt Leute, die sind halt haptisch"

Stadtleben | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Barbara Neubauer, die Präsidentin des Bundesdenkmalamts, erklärt das Chinazimmer in Schloss Hetzendorf

Protokoll: Christopher Wurmdobler

Das Chinazimmer hier in Schloss Hetzendorf ist noch in einem sehr authentischen Zustand, in den letzten Jahrzehnten ist hier nichts passiert, weil es immer verschlossen ist; man darf normalerweise nicht einmal den Kopf hineinstecken. Das Betreten ist problematisch wegen der Specksteinfiguren und Zierteile aus dem 18. Jahrhundert. Das sind alles originale Oberflächen, Vergoldungen und so weiter. Wenn die angegriffen werden, dann schädigt das die Substanz. Bei Führungen greift immer wieder jemand hin, nimmt ein Souvenir mit. Da drüben sind schon zwei Figuren abhandengekommen. Es gibt Leute, die sind halt haptisch, Denkmalpfleger sehen das natürlich gar nicht gerne. Bei den Sphingen im Burggarten haben wir in den letzten Jahren die Hände immer wieder ergänzt, weil sich jemand draufsetzt oder etwas mitnimmt. Egal in welchem Palais man ist: Wo die Leute


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