Einmal über den Ozean und zurück

Stadtleben | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Wie die US-amerikanische Bankenkrise auch Wien betrifft: Die Gemeinde machte mit zwei der betroffenen Banken Geschäfte

Bericht: Joseph Gepp

Es sind Bilder, die an andere Zeiten erinnern. Amerikanische Banker verlassen hundertstöckige Bürotürme, Kartons in den Händen, die Krawattenknoten gelockert, weil es jetzt ohnehin schon egal ist. Fanny Mae und Freddie Mac, Merrill Lynch, AIG und Lehman Brothers - der Turbokapitalismus frisst seine hungrigsten Profiteure (siehe Seite 20). Weltweit schießen Staaten Geld zu. In Russland stellte die Börse tageweise ihren Betrieb ein. In Wien stand der Aktienindex ATX kürzlich auf dem tiefsten Stand der vergangenen drei Jahre.

Doch nicht nur die Börse ist betroffen. Auch die Gemeinde Wien steht mit einigen der gefährdeten US-Finanzinstitute in Geschäftskontakt. Es sind sogenannte Cross-Border-Leasing-Verträge: Bis 2004 (in jenem Jahr änderte die US-Regierung das Steuerrecht) wurde Wiener Infrastruktur an US-Banken verkauft und von der Gemeinde


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