Hier blühen die Qurulihüte

Stadtleben | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Trunk-Shows und Diplomatie: durch Tokio mit dem Wiener Hutmacher Klaus Mühlbauer

Reportage: Tex Rubinowitz

Tokio im September. Im schwülen Gestrüpp beginnen kurz nach Einbruch der Dunkelheit die Zikadendivisionen schmerzhaft schrille Töne mit ihren Beinen zu geigen, als ob sie böse Aufziehinsekten aus Blech wären. Auf dem Flüsterasphalt hingegen schnurren die geräuschlosen Schachtelautos mit erstaunlichen Subnamen: Mitsubishi Vizy, Nissan Otti, Honda Raum oder Mazda Scrum. Eine Nachricht bewegt das Volk in Japan schon seit Tagen: Wie soll mit Wakanoho weiterverfahren werden? Der südossetische Sumolegionär, der eigentlich Soslan Alexandrovich Gagloev heißt, hatte kürzlich seine Geldbörse verloren, in der sich dummerweise ein Joint befand, was dazu führte, dass er seine Kampflizenz los wurde und ihm nun bis zu sieben Jahre Haft drohen. Wakanoho bettelt um Vergebung und sagt, er schneide sich die Haare nicht mehr, das Zeichen seiner Zunft. Was ist die Alternative zum feisten Sexsymbol


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige