Der Wortwechselpasser

Stadtleben | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Wie der verstorbene Wendelin Schmidt-Dengler Dichter und Kicker vereinte

Essay: Johann Skocek

Der Zug mit dem Sarg und der Familie ganz vorne reichte schon um zwei Ecken herum, da reihten sich an seinem hinteren Ende immer noch Trauernde ein. Robert Schindel, Robert Menasse, Elfriede Gerstl, Friederike Mayröcker, Rapid-Fans im grünen Leiberl, Ilse Aichinger, Gerhard Ruiss, Verteidiger im Literaten-Nationalteam, andere Pfleger des Lesens und Schreibens. Der Zug hätte die Westtribüne im Hanappi-Stadion wohl zur Hälfte gefüllt. Allerdings mit einem Sinn und einer Nachhaltigkeit, die der Westtribüne manchmal ein wenig abgehen.

Sport ist gesunde Einfalt

Vier Jahre vor der Euro-Sause beklagte Schmidt-Dengler, mit Samo Kobenter auf Familienbesuch in St. Hanappi, die Analysten- und Kommentatorenschwemme. Das nehme dem Sport viel von der gesunden Einfalt, die ihn ausmache, meinte er. Gegen die Blabla-Blase hilft kein Schweigen. Höchstens Worte, die stechen. Der Umfragenschwachsinn vor den aktuellen


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