Die Schau unsichtbar sollte man gesehen haben: Sie bringt Neues über die Nazizeit ans Licht

Steiermark | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Bericht: Herwig G. Höller

Die dunkle Geschichte zwischen 1938 und 1945 gehört in groben Zügen mittlerweile zum Allgemeingut. Auf regionaler Ebene gibt es aber siebzig Jahre nach dem "Anschluss" immer noch neue Facetten zu entdecken. Dies beweist die gelungene Ausstellung von CLIO Graz. Nach "1938 - am Beispiel Graz" im Büro der Erinnerungen und der zunächst missglückten Retrospektive eines naziaffinen Malers im Landschaftsmuseum Trautenfels ist dies der dritte steirische Beitrag zum Jubiläumsjahr 2008. Die Schau "unsichtbar" - das "un" ist kaum zu sehen - konzentriert sich auf zwei Aspekte: Einerseits dokumentiert sie den vielfältigen Widerstand gegen das NS-Regime in der Steiermark, andererseits spürt sie der Frage nach, was Zeitgenossen nun konkret hatten beziehungsweise hätten sehen können. Etwa dass bereits kurz nach dem Anschluss Nazis dafür sorgten, dass sich keine Kunden in jüdische Geschäfte verirrten - ein zentrales Foto der Ausstellung zeigt einen SS-Mann vor dem


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