Kunst

Das Rationale am Irrationalen

Kritiken

Lexikon | aus FALTER 39/08 vom 24.09.2008

Otto Beckmann: Zwischen Realitäts-bewusstsein und Imagination

Was Robert Musil als "Taghelle Mystik" bezeichnet oder Rüdiger Safranski als stets schmalen Grad zwischen Realitätsbewusstsein und Imagination beschrieben und als romantische Grundkonstante unseres Weltbildes breit aufgefächert hat, findet sich in der Kunst des Medienkunstpioniers Otto Beckmann (1908-1997) aufs Glücklichste vereint: Formal logisches Denken und Mystik waren ihm nie Gegensätze. Dementsprechend offen war er surrealistischen Einflüssen, aber auch dem künstlerischen Einsatz des Computers gegenüber, wusste methodisch ins Unterbewusste vorzudringen und Poesie aus Algorithmen zu gewinnen. Zu verfolgen in der ersten (!) Retrospektive auf sein Werk. UT

Neue Galerie, Graz, bis 23.11.


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