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Politik | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Die US-Finanzkrise hat Europa mit voller Wucht erreicht. Unter anderem in Frankreich, Deutschland und Belgien musste der Staat in die Miese geratene Banken mit Zerschlagung oder Verstaatlichung retten. Insgesamt fünf europäische Großbanken standen am Wochenende vor dem Bankrott. In Wien brach der ATX am Montag um 8,49 Prozent ein – der zweitgrößte Kursverlust in der Geschichte der Börse.

Im „Fall Luca“ hat das Landesgericht Korneuburg jenen Mann, der den einjährigen Luca sexuell missbraucht und mutmaßlich ermordet haben soll, zu lebenslanger Haft und der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Richter sprach vom schlimmsten Verbrechen, das sich in seinem Sprengel zugetragen hatte.

90 Gräber in der islamischen Sektion des Friedhofs Traun (Bezirk Linz-Land) wurden am Wochenende geschändet. Die unbekannten Täter rissen Grabsteine und Tafeln aus der Verankerung und beschmierten die Gräber mit schwarzem Lack. Die Ermittler stießen auf David-Sterne, siebenarmige Leuchter und die Namen israelischer Parteien. Sie nehmen an, dass die jüdischen Symbole von einem rechtsradikalen Hintergrund ablenken sollen. Die Tat geschah, just wenige Tage bevor in Wien der erste islamische Friedhof eröffnet wird.

In allerletzter Wahlkampfhektik haben die heimischen Parlamentarier am 24. September noch einmal zugeschlagen, und diesmal richtig: Die Studiengebühren wurden abgeschafft, die Pensionen saftig erhöht und die Hacklerregelung verlängert. Den Absturz der Regierungsparteien konnte die Aktion nicht verhindern. In Summe kostet das freie Spiel der Kräfte 2,8 Milliarden Euro – Geld, das für die nächste Steuerreform fehlen wird.

Ein Uniprofessor betreut im Schnitt 104 Studierende. Diese Zahl des Wissenschaftsministeriums zeigt einmal mehr, dass die heimischen Unis nach wie vor Massenbetriebe sind.


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