Schwarz-oranges Werben, rotes Zögern: Kommt eine blaue Regierung?

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Schon am Wahlabend machte Jörg Haiders BZÖ den Blauen heftige Avancen, gemeinsam mit der ÖVP einen Dreier zu wagen. Auch die Volkspartei schickte Kundschafter ins FPÖ-Wahlzelt, um vorzuschnuppern, ob mit „dem Heinz“ nicht doch eine Regierung zu machen sei.

Die Reaktionen der blauen Funktionäre auf dieses Angebot sind zwiespältig. Während der Kreis um FPÖ-Chef Strache eine Allianz mit Haider und Molterer ausschließt, gibt es auch prominente Stimmen für eine Reunion auf Regierungsebene. „Ich wurde gewählt, um Dinge umzusetzen, und nicht, um nur zu verhindern“, sagt etwa der FPÖ-Justizsprecher und Nationalratsabgeordnete Peter Fichtenbauer. Er ist mit dieser Meinung nicht alleine, auch wenn sich viele FPÖler derzeit nicht outen wollen.

Für den EU-Abgeordneten Andreas Mölzer wäre eine Regierungsbeteiligung allerdings die Wiederholung des Fehlers aus dem Jahr 2000, als die FPÖ Juniorpartner der ÖVP wurde und kurz darauf abstürzte. Auch strategisch spricht einiges gegen


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