Ein Adieu

Politik | André Heller | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Warum ich mich von der derzeitigen österreichischen Sozialdemokratie verabschiede

Je älter ich werde, desto fremder sind mir die Generalvorgänge in der österreichischen Politik. Bei den eben abgeschlossenen Wahlen, ihrer Ursache, ihrem Wettbewerbsstil, zahlreichen ihrer medialen Begleitmusiken, aber auch dem uns in seinen Anbiederungsrasereien wie Wegelagerer an jeder Ecke und Rundung des Landes grinsend auflauernden Spitzenpersonal der Parteien hat sich meine Entfremdung ins Chimborazohafte gesteigert.

Wahlkämpfe sind Wirbelstürme an negativer Energie, und die große Koalition hat, wie wir erleben mussten, aus wenig mehr als düsteren Sprösslingen dieser Wirbelstürme bestanden. Ich jedenfalls konnte mich diesmal nicht mehr dazu überreden, noch einmal der SPÖ Gefolgschaft zu leisten, die unter Herrn Faymann tatsächlich über Nacht zu einer Art Zweigstelle der Kronen Zeitung verkommen ist, und ich war auch nicht mehr gewillt hinzunehmen, dass die Caps, Prammers, Bures und wie sie


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