„Muslimische Männer verzweifeln“

Politik | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Die Deutsch-Türkin Necla Kelek über die Notwendigkeit, Patriarchen zu entrechten

interiew: Stefan apfl

Die Frau mit dem langen schwarzen Haar und dem weitgeschnittenen Anzug nimmt noch einen tiefen Zug von der Zigarette: „Wenn meine Mutter das wüsste!“, sagt die 50-jährige Necla Kelek. Die Deutsch-Türkin begegnet dem Terminstress mit einem Lächeln. Gestern hat sie in Wien ihr neues Buch „Bittersüße Heimat. Bericht aus dem Inneren der Türkei“ vorgestellt, heute diskutiert die Islamkritikerin auf einer Veranstaltung der Rotarier.

Falter: Glauben Sie, dass zu viel geredet wird über den Islam?

Necla Kelek: Nein, wir haben gerade erst begonnen. Wir brauchen die inhaltliche Auseinandersetzung darüber, was der Islam ist und was seine Vertreter in Wirklichkeit wollen.

Navid Kermani hat in einem Falter-Interview gemeint, ein bisschen mehr Ignoranz gegenüber der schrillen Islamberichterstattung würde uns guttun.

Kelek: Da muss ich widersprechen. Wir haben 40 Jahre lang geschwiegen.


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